SMD-Bestückung von Leiterplatten
Oberflächenmontierte Bauteile werden auf die Leiterplatte bestückt und im Dampfphasenlötverfahren mit kontrolliertem Galden-Temperaturprofil gelötet.
SMD-Ausstattung
Wir betreiben drei SMD-Linien mit Reservekapazität für alle wichtigen Maschinen.
- Automatischer Lotpastendruck EKRA X4, X5 und X5 Professional mit integrierter Lotpasteninspektion
- Bestückungsautomaten 4 Mycronic-Maschinen: MY300DX-14, MY200DX-10, MY100DX-14, MY100SX-10
- Bauteile ab Baugröße 01005
- Japanisches Lot Almit SAC305

Prüfungen während der Bestückung
Beim Rüsten und Bestücken prüfen die Maschinen die Bauteilparameter und speichern für jede Leiterplatte ein Bestückungsprotokoll.
- Messung von Widerstand, Kapazität, Induktivität und Durchlassspannung
- Grundprüfung von FET- und IGBT-Bauteilen
- Polaritätsprüfung für jedes Bauteil
- Bestückungsprotokoll mit Messergebnissen
Ein qualifizierter Techniker überwacht jede Linie und reagiert auf Abweichungen. Die Baugruppen werden vor und nach dem Reflowlöten visuell geprüft.

Lotwerkstoffe und Prozesskontrolle
Wir verwenden die japanische Lotpaste Almit SAC305. Vor jedem Auftrag wird die Paste auf Verarbeitungstemperatur gebracht und maschinell gemischt, damit Druck und Reflowlöten gleichmäßig ablaufen.
Für SMD- und THT-Prozesse wird dasselbe Lotsystem verwendet. Das vereinfacht die Prozessqualifizierung und sorgt für ein einheitliches Verhalten der Lötstellen auf der gesamten Baugruppe.
Dampfphasenlöten bei 237 °C
Das Reflowlöten erfolgt im Galden-Dampf. Der Siedepunkt der Flüssigkeit begrenzt die Höchsttemperatur auf 237 °C, sodass Leiterplatte und Bauteile nicht darüber hinaus erwärmt werden können.
Beim Dampfphasenlöten wird die gesamte Leiterplatte gleichmäßig erwärmt. Das ist besonders vorteilhaft bei Baugruppen mit unterschiedlichen Wärmekapazitäten, großen Masseflächen oder temperaturempfindlichen Bauteilen.
Redundante Ausstattung und geplante Wartung
Für alle kritischen Arbeitsgänge stehen Reservemaschinen zur Verfügung. Der Ausfall einer einzelnen Maschine muss den Auftrag nicht aufhalten.
Die vorbeugende Wartung wird außerhalb der Fertigungszeit geplant, damit laufende Aufträge nicht beeinträchtigt werden.
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